06. Mai 2026
17 Jahre engagierter Bauverwalter der Gemeinde Vechigen – Markus Rindlisbacher sagt «tschüss»
Medienmitteilung
Markus Rindlisbacher ist seit knapp 17 Jahren ein engagierter, meist ruhiger und offener Bauverwalter der Gemeinde Vechigen. Nach seiner Ausbildung im Bereich der Architektur, einer musikalischen Weiterbildung und seiner Tätigkeit auf der Bauverwaltung der Gemeinde Ostermundigen wechselte er nach Vechigen. «Am meisten Freude an meiner Arbeit bereitet haben mir zweifellos die fachliche Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Aufgaben einer Gesamtbauverwaltung, der Kontakt mit der Bevölkerung und die Diskussionen mit allen politischen Vorgesetzten, die meist im Konsens endeten», sagt er. Ende Mai endet nun sein Anstellungsverhältnis aufgrund seiner ordentlichen Pensionierung.
Die Gemeinde Vechigen hat sich in den letzten 17 Jahren stark weiterentwickelt. Bei seinem Amtsantritt im Jahr 2009 zählte die Gemeinde 4'800 Einwohnende, heute sind es über 6'000. «Es ist wichtig zu verstehen, dass Veränderungen niemals das Werk eines Einzelnen sind. Um etwas zu verändern braucht es ein Zusammenspiel von Politik, Verwaltung, Fachpersonen und letztendlich auch der Bevölkerung», so Markus Rindlisbacher. In seine Wirkungszeit fällt unter anderem die Entwicklung des Bahnhofsareals, die Gesamtrevision der Ortsplanung und die Schulraumplanung.
Es gibt kein einzelnes Ereignis oder Projekt, auf das er besonders stolz ist. «Es geht nicht um Stolz, es ist doch vielmehr das Ganze, die wundervolle Zeit in Vechigen, die vielen Begegnungen, die Unterstützung und Wertschätzung in der Bevölkerung, in der Politik und von meinen Mitarbeitenden, die mich mit einer gewissen Genugtuung erfüllen».
Er betont, dass es keinen typischen Arbeitsalltag gab. Dieser war geprägt von Spontanität und Überraschungen. «Ohne zu übertreiben erlebe ich fast täglich Neues», sagt er. Und er bereut eigentlich nichts, denn er habe stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.
Besonders in Erinnerung bleibt ihm ein Erlebnis ganz am Anfang seiner Zeit in Vechigen: «Ich wurde zu einer Hauptversammlung der Landi Vechigen eingeladen. Es ging um die Veräusserung der ehemaligen ‘Grasdehri’ im Lindental. Die Versammlung erinnerte an Gotthelfs Zeiten und alle sprachen sich zunächst gegen das Geschäft aus. Doch als der Präsident zur Abstimmung schritt, stimmten plötzlich fast alle für den Verkauf. Das war sehr überraschend», erzählt er.
Auch schwierige Situationen gehörten zu seiner beruflichen Laufbahn. «Ich kann nicht einmal sagen, dass diese mir nicht fehlen werden, weil man doch rückblickend immer seine Lehren daraus ziehen kann». Am unangenehmsten bleibt ihm der Vollzug von baupolizeilichen Massnahmen, etwa bei Bauten ohne Baubewilligung, in Erinnerung.
Zum Auftakt seines Ruhestands nimmt sich Markus Rindlisbacher eine zweimonatige Auszeit in der Bretagne. Danach möchte er sich wieder vermehrt seinen musikalischen Interessen und Aufgaben widmen. Er leitete früher mehrere Chöre und kann sich vorstellen, künftig wieder einen Chor zu leiten. Auch seinem Hobby, dem Fotografieren, will er wieder mehr Zeit widmen.
Zudem kann er sich vorstellen, weiterhin Projekte – sei es für die Gemeinde Vechigen oder anderswo – im Mandat zu begleiten. Eine spannende und noch etwas ungewisse Zeit liegt nun vor ihm.
Die Gemeinde Vechigen dankt Markus Rindlisbacher ganz herzlich für seinen Einsatz in den letzten knapp 17 Jahren und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute!
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