27. Mai 2026

Jedes Dach ist ein kleines Kraftwerk – Informationsabend zeigte auf, wie man Solarstrom gemeinsam nutzen kann

Medienmitteilung

Rund 90 Personen fanden sich am Mittwochabend, 20. Mai 2026 im Saalprovisorium ein, um zu erfahren, wie die Gemeinde Solarstrom gemeinsam nutzen kann. Solarstrom ist sauber, sicher, kostengünstig und hat das Potential, partizipativ Strom zu erzeugen. Er spielt eine zentrale Rolle, um das Schweizer Klimaziel Netto-Null bis 2050 kosteneffizient zu erreichen.
Doch was bedeuten eigentlich die Abkürzungen ZEV, vZEV und LEG? Reto Herwig von der Energieberatung Bern-Mittelland erklärte sie den Besucherinnen und Besucher. Sie stehen für unterschiedliche Möglichkeiten, den Solarstrom gemeinsam zu nutzen, bevor er ins öffentliche Netz eingespeist wird.
ZEV steht für den Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Der Solarstrom kann direkt z.B. in einem Mehrfamilienhaus verbraucht werden. Voraussetzung ist ein und dieselbe Anschlussleitung.
Beim virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) wird der Perimeter erweitert. Der Strom wird mithilfe von Smart-Metern virtuell zugeteilt. Auch ohne physische Verbindung kann jeder Teilnehmende Strom aus der gemeinsamen Anlage beziehen. Sowohl bei ZEV wie auch bei vZEV entfallen die Netznutzungsabgaben.
Die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) ermöglicht es, Solarstrom über die nächst höhere Trafostationen (Netzebene 5) und Standorte innerhalb der Gemeinde hinweg zu verteilen, solange der gleiche Energieversorger beteiligt ist.
Ein konkretes Beispiel für ein LEG-Projekt der Firma Optimasolar wurde bei der Terrassensiedlung am unteren Rainweg in Utzigen umgesetzt. Markus Streit von der Gerber Energietechnik erklärte, dass LEG vor allem für grössere Verbraucher wirtschaftlich sinnvoll sei.
Ueli Kramer, Mitglied der Bau- und Umweltkommission präsentierte anschaulich sein vZEV Projekt am Chläbiweg. Über das BKW-Portal prüfte er zunächst, wer sich dem Projekt anschliessen kann. Danach holte er mehrere Nachbaren ins Boot – einige mit eigener PV-Anlage, andere ohne. «Es braucht Zeit, Kommunikation und Interesse, den eigenen Stromverbrauch zu optimieren», sagt Ueli Kramer.
Die technische Umsetzung ist lösbar. Eine Software berechnet die Kosten für jeden einzelnen Teilnehmenden. Im Zentrum steht jedoch nicht nur das Sparen von Geld, sondern das gemeinsame Engagement, um die Energiewende voranzubringen. Die Veranstaltung war eine Einladung an die Bevölkerung zum Mitmachen.
Die Präsentationen der Veranstaltung finden Sie unter «Aktuelles» auf der Gemeindewebsite.

Auf dem Laufenden

Bequem über Veranstaltungen und Sammlungen informiert bleiben.

Aufgrund Ihrer Browser-Einstellungen (Do Not Track), werden nur technisch notwendige Cookies genutzt!

Datenschutz-Hinweis

Hinweis zur Verwendung von Cookies. Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unseren Datenschutzinformationen

Notwendige Cookies werden immer geladen